Graffiti an einer Betonwand mit der Schrift 'SO WIE ES IST, WIRD ES NICHT BLEIBEN' auf einem blauen Band zwischen zwei gelben Sternen

Kaum wird heute der Schlusspfiff von der ersten WM-Partie der Deutschen verklungen sein, weiß die Reiserin, was sie zu tun hat: Drei Koffer gleichzeitig packen. Denn in wenigen Tagen beginnt für sie die Reiserei dieses Sommers. Auf alle drei Ziele freut sie sich wie ein Schnitzel – und alle drei Reisen könnten unterschiedlicher nicht sein.

Song des Tages: „Jesus“ von Irish Mythen

Zuerst geht es, schon zum dritten Mal in diesem Jahr, nach Münster. Dort steht die nächste Tranche der Fortbildung auf dem Plan. Die bisherigen Erfahrungen legen die Befürchtung nahe, dass auch diesmal nicht allzuviel Zeit bleiben wird, um den entspannten Groove der bezaubernden Stadt ausführlich zu genießen. Das ist besonders bedauerlich, weil es sommerlich heiß werden soll – und die Münsteranerinnen und Münsteraner bereits bei den letzten beiden Besuchen deutlich zu machen verstanden, dass ihre Stadt eine Stadt fürs Draußensitzen und Den-Feierabend-auskosten ist.

Menschen sitzen und stehen am sonnigen Ufer am Hafen von Münster mit moderner Stadtbebauung im Hintergrund
Was Münster sehr gut kann: Feierabend

Fürs nächste Mal im Herbst hat sich die Reiserin darum auch schon fest vorgenommen, zwei Tage früher anzureisen und HerrBert mitzunehmen. Der war auch noch nie in Münster, und zusammen werden sie diese Stadt schon noch ordentlich erkunden.

Doch vorher geht es noch in die andere Richtung: Kaum wird die Reiserin nämlich in Berlin wieder aus dem Zug gesprungen und in ihrer Wohnung angekommen sein, wird sie Koffer Nr. 1 in die Ecke entlassen und die Zahnbürste in Koffer Nr. 2 umpacken. Denn schon am nächsten Tag geht es weiter – nach Georgien!

Beistelltisch mit Tischlampe und Tasse neben einem Bett mit buntem Kissen vor blauem Wandhintergrund, davor gemusterter Teppich
Warm, eigenwillig und mit Herz: So stellen wir uns Georgien unter anderem vor

Zwei Wochen lang werden wir das Land auf einem Roadtrip erkunden – und natürlich hier im Live-Tagebuch täglich von unseren Abenteuern im Kaukasus berichten.

Aber das ist noch nicht das Ende. Wenn wir zurück sind, werden wir gerade mal eine einzige Nacht auf dem heimischen Lager verbringen, um dann, jedenfalls im Fall der Reiserin, mit Koffer Nr. 3 in HerrBerts Auto zu springen. Noch schnell unsere lieben Freunde D. und O. im Süden von Berlin abgeholt, und dann geht es los ins Ruhrgebiet.

Nachdem uns letztes Jahr das Static Roots Festival in Oberhausen so über alle Maßen gut gefiel, haben wir diesmal die beiden kurzerhand überredet, zu der liebevoll handgemachten, zweitägigen  Folk- und Americana-Sause mitzukommen. Auch von dort werden wir natürlich live berichten.

Der Musiker Todd Day Wait mit Cowboyhut spielt Gitarre auf Bühne mit Beleuchtung und Schriftzug 'static roots festival' im Hintergrund
Letztes Jahr ein Highlight am Static Roots Festival in Oberhausen: Todd Day Wait

Bis dahin wünschen wir schöne Tage – und natürlich das eine oder andere Tor für Deutschland.

Der Song des Tages ist heute „Jesus“ von Irish Mythen. Mythen mit ihrer rohen Power, die an Janis Joplin erinnert, ist ein fester Bestandteil der alternativen Folkszene und „Jesus“ von 2007 ist einer ihrer Klassiker. Mythen ist auch im diesjährigen Lineup des Static Roots vertreten, darauf freut sich die Reiserin besonders.

Das Wandbild auf dem Aufmacherfoto stammt aus Oberhausen. Geschaffen wurde es von Aaron Stratmann und Katja Bot.