Soviel mal vorweg: Auf keinen Fall, um Russland zu besuchen. Ist gerade nicht der richtige Moment. Nun sind aber auf der Landkarte östlich und südöstlich von Europa noch ein paar andere Länder verzeichnet, in denen Russisch die Sprache der Wahl ist, wenn man die Landessprache nicht beherrscht. Und das trifft für unser nächstes Reiseziel zu.
Song des Tages: Trio Mandili mit „Kakhuri“
Wir reisen nämlich nach Georgien!
Noch nicht ganz übermorgen, aber auch nicht mehr so lange hin, dann geht es für uns in den Kaukasus. Auf die bange Frage der Reiserin, wie man sich dort denn verständigen wollte, zuckte HerrBert nur cool mit den Achseln: „Auf Russisch natürlich“. Das kann er schon ein bisschen, der Schulbildung in der DDR sei Dank. Die Reiserin hingegen fängt bei Null an. Vor ein paar Tagen hat sie sich die Eulen-App heruntergeladen, und seitdem versucht sie jeden Tag mehrmals und mit wachsendem Eifer, die kyrillischen Schriftzeichen zu entziffern, die fremdartigen Laute zu imitieren und zu verstehen, ob Boris nun Brot isst oder ein Lehrer ist, und Nina lieber Milch oder Suppe will.


Die Tage machen wir uns an die Routenplanung: Berge sollen sein und Meer und natürlich die Hauptstadt Tbilisi. Dafür hat HerrBert vor ein paar Tagen eine oldschool Papierkarte eines angesehenen Reiseverlages bestellt, in die wir mit Stecknadeln all die Klöster, Dörfer und Sehenswürdigkeiten markieren wollten, die wir besuchen möchten. Doch er hat die Karte gerade empört wieder zusammengeklappt, bevor die erste Nadel in Position gebracht wurde. Warum? „Da ist ja nicht mal das ganze Land auf einer Seite!“, stellte er fest. Sondern vorne der Osten und hinten der Westen. So wird das nichts!
Jetzt machen wir uns erstmal auf die Suche nach einer ordentlichen Karte.
Hinweis aus der Hin-und-Umweg-Zentrale: Hier sollten zwei Wörter in kyrillische Zeichen stehen, doch unser Blog hat davon aus technischen Gründen Schluckauf bekommen.
Das hört sich an wie „Khoroshikh Vykhodnykh“, heißt „Schönes Wochenende“, und weder HerrBert noch die Reiserin können das bisher auch nur annähernd aussprechen. Aber es sind ja noch ein paar Wochen hin.
Der Song des Tages war der erste Hit des bezaubernden Trio Mandili. Die drei Schwestern landeten 2014 einen viralen Hit, als sie mit roten Backen und herzerwärmendem Strahlen mehrstimmig singend mit der Handykamera durch ihr kaukasisches Dorf zogen, bevor sie zu internationalen Stars wurden.
