Hier mal wieder ein kleiner Gruß aus der Hin-und-Umweg-Blogzentrale. Wir haben nämlich eine neue Rubrik eingeführt, die oben im Menu zu finden ist: Zwischenstopps.
Song des Tages: „Nathalie“ von Gilbert Bécaud (mehr dazu unten)
Bei den Zwischenstopps können es sich all die kleinen Geschichten und Beiträge gemütlich machen, die nach der Veröffentlichung kein ständiges Zuhause in der Abteilung „Wo wir waren“ haben. Dort wohnen bekanntlich unsere größeren Reiseberichte mit den konkreten Tipps: aus USA, Mexiko, Kopenhagen, Sansibar, Lappland, Südafrika. Und auch unsere Entdeckungen in Berlin, London oder Amsterdam sind dort untergebracht.






In den „Zwischenstopps“ kuscheln sich all jene Geschichten zusammen, die irgendwo im Dazwischen spielen: zwischen unterwegs und zuhause, zwischen Alltag und Sonntag, zwischen großer Fahrt und kleinen Wünschen. So müssen sie nicht ruhelos umherstreifen und immer wieder neu um Unterschlupf bitten, hoffend, dass diejenigen, die auf unserem Blog herumspazieren, sie zufällig finden.
Unterschlupf für Unerwartetes
Zum Beispiel „Kalifornien im Fiebertraum – HerrBert ist krank“. Wo sollte sie sonst hin, die Erinnerung an das fiebrige „Weiter, immer Weiter“ unserer Winterreise nach Kalifornien, das im Reisebericht keinen richtigen Platz fand? Denn darin geht es ja nicht nur um das große Erleben des Yosemite-Nationalparks oder der Beaches von Los Angeles. In diesem Text ist alles eine Nummer kleiner. Der Plan, im Winter in einem Air Stream zu übernachten, war vom Gedanken natürlich großes Kino – aber es kam nun mal anders und wurde für HerrBert eine Geschichte vom Zittern und Bibbern und die Sehnsucht nach einem warmen Bett.



Diese Erinnerung hat nun ihren Platz bei den Zwischenstopps gefunden, im dortigen Westflügel hinter einer Tür, an der ein Schild mit der Aufschrift: „Erfahrungen, auf die man nicht scharf war“, hängt.
Die kleine Melancholie
Zwei Türen weiter wohnen die „Geschichten der kleinen Melancholie“. Dort hat es sich etwa die Erinnerung mit dem Titel „Bilder einer langen Reise“ gemütlich gemacht. Man meint, Gilbert Bécaud mit seinem Chanson „Nathalie“ vom Roten Platz singen zu hören, wenn man die gute Stube der kleinen Melancholie betritt…So von ganz weit, mit Schallplattenknistern und in Mono. Die Fotografien der Reiserinnenmutter aus der untergegangenen UdSSR wehen ein wenig im Wind eines offengelassenen Fensters, und die Geschichte von den Seilbahnen von Chiatura, noch für eine Weile im Live-Tagebuch beheimatet, waren gerade auf eine Tasse Kaffee zu Besuch…


Nebenan, hinter der Tür, an der „Popkultur“ geschrieben steht, trällert Dolly Parton ihr „Jolene“, und gerade kommt die Reiserin mit dem Staubwedel aus dem Zimmer…Aaah, hier hat sie wohl gerade in ihrem Regal mit der Popkultur Staub gewischt.

Auch die kleinen Geschichten wollen gefunden werden
Neben den Reiseberichten, Tagebüchern und den praktischen Tipps sollen diese kleinen Geschichten und Impressionen, die Splitter und die eine oder andere Perle nicht verloren gehen – sie wollen gefunden werden! Darum ist der Eingang jetzt gut beschildert: Willkommen bei unseren Zwischenstopps!
Der Song des Tages ist heute „Nathalie“ von Gilbert Bécaud aus dem Jahr 1964. Es ist das Stück, dass HerrBert beim Wiederlesen des Textes über die Reiserinnenmutter und ihre Fotos in seinem Kopf erklingt: ein vielschichtiges Chanson aus den Jahren, als der Kalte Krieg eine allererste Spur Tauwetter zwischen Moskau und Paris zuzulassen schien.
