Alles auf Amsterdam!
Ein paar Tage in Amsterdam, das geht immer. Die Stadt ist leicht mit dem Zug zu erreichen und macht auch bei Regen Freude.
Im Frühling 2026 waren wir drei Tage in Amsterdam. Was wir erlebt haben, erzählen wir hier:
Ein kleiner Gruß aus Amsterdam

Amsterdam von A – Z
Unsere Tipps für Amsterdam – von A-Z ist ein bisschen übertrieben… aber ein paar hübsche Ecken und Orte haben wir entdeckt. Und wir lichteten das Geheimnis der drei Kreuze.
Auf unseren Streifzügen durch die niederländische Metropole sind uns immer wieder drei Kreuze aufgefallen. Es sind Andreaskreuze, und sie bilden das Wahrzeichen von Amsterdam. Der heilige Andreas war Fischer und wurde im 1. Jahrhundert n.Chr. auf einem x-förmigen Kreuz hingerichtet. Die damalige Fischerstadt Amsterdam bezog sich Anfang des 16. Jahrhunderts darauf und alle Schiffe trugen Flaggen mit diesem Motiv. Der Volksglaube besagt, dass die drei Kreuze die Stadt vor Überschwemmung, Pest und Feuer schützen sollen. Eine andere, fröhlicherer Interpretation besagt, dass sich die drei Küsschen, sie sich die Amsterdammerinnen und Amtsterdammer zur Begrüßung und Verabschiedung geben, auf die Kreuze beziehen.

Wie kommt man am besten nach Amsterdam?
Amsterdam kann man gut mit dem Zug erreichen. Von Berlin fährt der ICE der Deutschen Bahn direkt in 6 Stunden.
Wer gerne im Schlaf reist, kann den European Sleeper nehmen. Die Reiserin ist damit in 7,5 Stunden von Amsterdam nach Berlin gefahren und hat dabei super geschlafen. Sie hat die Option „Comfort Standard Tripple“ (mit Bettwäsche und im 3-er Frauenabteil) genommen, das kostete 110 Euro (Februar 2026). Frühstück konnte man für 14 Euro zusätzlich buchen, das war die kleine Snackbox mit einer Schrippe aber nicht Wert.

Wie kommt man in Amsterdam herum?
Viele Sehenswürdigkeiten sowie eine Unzahl von Geschäften liegen in der Innenstadt und sind zu Fuß oder mit Bus oder Tram zu erreichen. Den Rest besorgt die U-Bahn (Metro). Wer viel fährt, kann an den Automaten der U-Bahn eine Tageskarte (10 Euro) kaufen und die physische Karte immer wieder aufladen. Für einzelne Fahrten kann man in allen Verkehrsmitteln einfach die Kreditkarte an die Ein- und Auscheckgeräte halten. Auschecken nicht vergessen!
Wo wohnt man am besten in Amsterdam?
Die Stadt ist voll mit Unterkünften jeder Art, von Hostel über AirBnB-Unterkünfte bis Hotelzimmer. Eines haben fast alle Quartiere gemeinsam: Sie sind meist winzig klein und relativ teuer – und sehr oft haben sie sehr steile Treppen und keinen Aufzug. Das liegt ander Bauweise der historischen Häuser in Amsterdam, von denen viele erhalten sind. Man sollte es bei der Auswahl seines Reisegepäcks berücksichtigen.

Ein ausnehmend charmantes Hotel in unmittelbarer Nähe zu U-Bahn und Tram und direkt an der Vijzelsgracht gelegen ist das familiengeführte „Amsterdam Canal Hotel„. Die Zimmer sind verhältnismäßig groß, hübsch und mit schönen, modernen Bädern ausgestattet. Außerdem gibt es täglich für alle Gäste eine kostenlose Happy Hour mit portugiesischem Wein und ein paar Snacks direkt am Wasser. DZ ab 160 Euro. Weteringschans 253.

Was sollte man sich angucken in Amsterdam?
Spektakulär ist das ehemalige Werftgelände der Nederlandsche Scheepsbouw Maatschappij (NDSM) im Norden von Amsterdam. Heute ist es ein weitläufiges Areal für Streetart und Graffitikunst. Man kann direkt vom Hauptbahnhof mit der kostenlose Fähre F4 dorthin fahren und bekommt so gleich noch eine kleine Hafenrundfahrt von Amsterdam obendrauf. In einer riesigen ehemaligen Werfthalle ist zudem das STRAAT, weltweit größte Museum für Streetart und Graffiti, untergebracht. Altes industrielles Ambiente trifft auf zeitgenössische Straßenkunst – die 22 Euro Eintritt fürs Museum sind es wert, das Herumschlendern auf dem Gelände ist kostenlos.



Auch ein paar der Klassiker können immer wieder bezaubern: der Straßenmarkt an der Albert Cuyp-Straat im Viertel De Pijp zeigt die typische Mischung aus Gemütlichkeit und Urbanität, die den Charme von Amsterdam ausmacht.
Als Ergänzung zu den stattlichen Grachten der Innenstadt lohnt sich das Schlendern im Viertel „Haarlemmerbuurt“ an der Kleinen Prinsengracht. Entlang der Haarlemmerstraat sowie des Haarlemmerdijk liegen viele kleine Boutiquen, Cafés und Geschäfte und es sind weniger Touristen unterwegs als in der Innenstadt.
Wo isst man gut in Amsterdam?



Die Auswahl an Restaurants und Cafés ist unüberschaubar, wir haben die Erfahrung gemacht, dass auch in Lokalen, die auf Touristen ausgerichtet sind, die Qualität gut und der Service meist freundlich und kompetent ist.
Wer sich die „Indonesische Reistafel“, die als Spezialität gilt, gönnen will, ist im alteingesessenen Lokal „Sama Sebo“ an einer guten Adresse – hier gehen auch die Einheimischen hin. Pieter Cornelisz Hoftstraat 127.
Gute italienische Küche in freundlicher, lebhafter und sympathischer Atmosphäre fanden wir im Restaurant „Lucca Due“ in der Haarlemmerstraat 130.
Überraschend charmant und urig war die historische Kneipe „Karpershoek“ aus dem 17. Jahrhundert und angeblich die älteste Gaststätte der Stadt, direkt am Bahnhof. Hier gibt es nicht nur den beliebten Apfelkuchen, sondern auch Spezialitäten wie Bitterballen (Fleischklößchen), Bier und urige Atmosphäre. Martelaarsgracht 2.
Frische Smoothies und nettes Gebäck gibt es im ruhigen und schön gestalteten „Salon de Thé“ an der Leliegracht 18 in der Innenstadt.
Völlig unerwartet – nämlich vor einem Regenschauer flüchtend – gerieten wir in einen bezaubernden kleinen kalabrischen Imbiss im Viertel De Pijp: „Sila Panini di Calabria“ – nicht fancy, aber hübsch, sympathisch und mit hervorragenden, frisch gemachten kalabrischen Snacks. Van Wouwstraat 177.
Wer lieber in einer Wohnung unterkommt und selbst kochen möchte, sollte beachten, dass AirBnBs in Amsterdam keine voll eingerichteten Küchen anbieten dürfen – also keine Herdplatten, Backofen oder Mikrowellen. Oft sind daher auch Apartements mit Küchen lediglich mit Wasserkochen und Toaster ausgestattet.
Was kann man sich sparen in Amsterdam?
Wir waren enttäuscht vom ziemlich gehypten Kunstmuseum Moco, das mit moderner Street Art, Gegenwartskunst und „immersiven Erlebnissen“ wirbt. Außer ein paar uninspiriert gehangenen Objekten von Künstlern wie Basquiat und Keith Haring, sowie einer großen Portion des unvermeidlichen Banksy gibt es nicht viel zu sehen. Richtiggehend dreist fanden wir, wie die legendären Infinity Mirror Rooms der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama im Moco mit ein paar Spiegeln und Glitzersteinchen, na ja, zitiert wurden – ohne dass ein einziges Wort auf die Urheberin und Erfinderin hinweist. Honthorstraat 20.
Braucht man für die Niederlande Adapter für die Steckdosen?
Nein, Schuko-Stecker passen überall.
Hinweis: Wir haben alle Unterkünfte, Museumsbesuche und Restaurantaufenthalte selbst bezahlt und haben keine Vorteile von der Nennung dieser Orte.